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Das Flächenmanagement

Ziele

Mit dem Leerstands- und Flächenmanagement möchte die MGS die Kommunikation zwischen Hauseigentümern und Einzelhändlern verbessern, Leerstände vermeiden, den Wert des Immobilenstandortes erhalten bzw. verbessern, das Image der Stadtteile stärken und einen attraktiven Branchenmix unterstützen. Dadurch soll eine wohnortnahe Grundversorgung mit den wichtigsten Bedarfsgütern erreicht werden.

Leistungen

Alle unsere Leistungen sind unentgeltlich. Die MGS setzt das Programm als Sanierungsträger der Landeshauptstadt München um. Vor der Einführung des Flächenmanagements in einem Stadtteil werden zunächst umfangreiche Erhebungen über den Einzelhandel und das Gewerbe durchgeführt. Dazu werden Überangebote und Defizite im Branchenmix identifiziert. Darauf aufbauend entwickelt die MGS Empfehlungen für die Gewerbeentwicklung im Stadtteil. In einer Datenbank werden alle relevanten Informationen über Einzelhandelsflächen im jeweiligen Stadtteilzentrum erfasst.
Wichtig ist dabei vor allem der Kontakt mit Gewerbetreibenden, Eigentümern, Maklern, Hausverwaltern, Verbänden und lokalen Initiativen. In dieser Zusammenarbeit bietet die MGS folgende Leistungen an:
  • Analyse des Ist-Zustandes und Identifikation von Schwachstellen in der Versorgung
  • Bereitstellung von Daten und Informationen zum Einzelhandelsstandort
  • Unentgeltliche Beratung von Eigentümern, Hausverwaltungen, Gewerbetreibenden und Maklern
  • Beratung und Kontaktvermittlung bei der Vermarktung leer stehender Immobilien (in Abstimmung mit den Hauseigentümern)
  • Unterstützung von Einzelhändlern bei einem Umzug innerhalb des Standortes und bei Generationswechseln
Ziel ist es, bei der Vermarktung leer stehender Gewerbeimmobilien alle entscheidungsrelevanten Akteure einzubinden und aktiv zu unterstützen.
Für die MGS steht dabei die Unterstützung eines attraktiven Branchenmix in den Stadtteilzentren der Münchner Sanierungsgebiete im Vordergrund.

Trading Down

Der Begriff "Trading Down" beschreibt einen typischen Entwicklungstrend eines Stadtteilzentrums vom vollständigen Angebot mit pulsierendem Leben hin zu zunehmenden Leerständen und ausbleibender Kundschaft. Nicht nur Leerstände sind ein Indikator für einen Trading-Down-Effekt. Auch vermietete Gewerbeeinheiten können problematisch sein, wenn ihre Nutzung nicht zur Nachfrage und zum übrigen Angebot des Standortes passt. Die Chance ist groß, dass sie zu potenziellen künftigen Leerständen werden oder nach und nach hochwertige Angebote durch Billiganbieter ersetzt werden. Prominente Beispiele dafür sind Spielhallen oder Ein-Euro-Läden. Auch das kann zu einem Imageverfall des Standortes beitragen.

Am Ende dieser Entwicklung stehen Ladenleerstände. Sie haben kurz- und langfristige Folgen. Zuerst machen sich Umsatzeinbußen bei den Eigentümern leer stehender Immobilien bemerkbar. Dadurch sinkt die Fähigkeit, in die eigene Immobilie zu investieren. Notwendige Modernisierungen und Anpassungen an die konkrete Nachfrage bleiben aus. Das kann zur Folge haben, dass potenzielle Investoren dem Standort fernbleiben, weil das Immobilienangebot nicht ihren Anforderungen entspricht.

Eine Häufung von Leerständen strahlt negativ auf die Umgebung aus und setzt damit einen Prozess in Gang, der in der Folge weitere Leerstände produziert und zum Funktionsverlust oder im schlimmsten Fall zu einer Verödung des Stadtteilzentrums führen kann.
Trading Down ist also ein Kreislauf, dem nur mit gezielten Maßnahmen begegnet werden kann. Dazu ist eine kontinuierliche Beobachtung des Standortes notwendig, wie sie beispielsweise durch das Flächenmanagement der MGS gewährleistet wird.

Die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH

Das Leerstands- und Flächenmanagement wird von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung durchgeführt.
1979 gründete die Landeshauptstadt München die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH - kurz: MGS. Stadtsanierung ist eine Aufgabe der Gemeinde und im Baugesetzbuch (BauGB) verankert. Um die Sanierung vorzubereiten oder durchzuführen, kann sich die Gemeinde "eines geeigneten Beauftragten" – also eines Sanierungsträgers – bedienen.
Die Landeshauptstadt München weist bereits seit 1976 Sanierungsgebiete aus.  In diesen Gebieten sollen die städtebaulichen, baulichen und sozialen Verhältnisse verbessert werden. Bund und Land unterstützen die Kommune mit Mitteln der Städtebauförderung. Die MGS finanziert die Sanierungsaufgaben mit Mitteln der Landeshauptstadt München, die als Treuhandvermögen zu Verfügung stehen, um damit die Sanierungsaufgaben durchzuführen.

Die Gemeinde benötigt detaillierte Kenntnisse über das spätere Sanierungsgebiet. Diese erhebt sie in vorbereitenden Untersuchungen (§ 141 BauGB). Auf dieser Basis werden die Sanierungsziele konkret festgelegt. Die Gemeinde beschließt die Sanierungssatzung. Hier wird darüber entschieden, wie umfangreich Bestimmungen wie z. B. Genehmigungsvorbehalte, umfassendes oder vereinfachtes Verfahren (§ 142 Abs. 4 BauGB) angewandt werden sollen.

Mehr Informationen unter www.mgs-muenchen.de.

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